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Jahresbericht zu unserem Integrationsprojekt 2011 PDF Drucken E-Mail

Projekt Gelebte IntegrationPhönix 02

In unserem Verein spielen unglaublich viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund Fußball, wie es so schön neudeutsch heißt. Hierin besteht eine unwahrscheinliche Chance für uns alle, von jedem einzelnen etwas zu lernen. Viele verschiedene Kulturen bergen aber auch Schwierigkeiten in sich. Auf Grund der jeweiligen Sozialisation ist der Umgang mit Respekt und Toleranz unterschiedlich. Um hier Integration („ein Ganzes sein“) verwirklichen zu können, sind Spielregeln notwendig, nach denen wir uns richten können. Die Erstellung dieser Spielregeln mündete in der Erarbeitung von Grundlagen, auf denen im Jahr 2012 unser Leitbild für den Verein hergeleitet werden soll.

Diese ganzen Ideen und Ansichten wurden von unseren Kindern und Jugendlichen in gemeinsamen Veranstaltungen hervorgebracht. Dies geschah bei den A-, B-, C- und D-Jugendlichen im Seilgarten, während dessen ihnen von der Polizei verschiedene Denkanstöße zum Thema Gewalt vermittelt wurden. Trotz der teilweise kühlen Witterung waren die Tage ein voller Erfolg. Bei unseren „Kleinen“ (Bamnini, E- und F-Junioren) veranstalteten wir einen Tag im Kids World, um gemeinsame Erfahrungen mit dem Thema Integration spielerisch auszutauschen. Auch die „Kleinsten“ haben klare Vorstellungen, wie sie von anderen behandelt und gesehen werden wollen. Auch dies wurde als Grundlage für unser zukünftiges Leitbild erarbeitet.

 

Der zweite Teil des Projektes beschäftigte sich mit der Integration der Eltern  unserer Fußball spielenden Kindern und Jugendlichen. Eine wirkungsvolle Integration der Kinder kann letztendlich fast nur über die Einbindung der Eltern Erfolg versprechen. Nur wenn die Eltern ihre Kinder im Sinne des Vereins unterstützen, kann dies gelingen. Aus diesem Grund wurden drei Elternabende durchgeführt. Neben der Vorstellung der Einrichtung Interkulturelles Bildungszentrum (IKUBIZ) und deren Elternarbeit und der Polizei mit dem Thema „Was ist Gewalt?“, stand der letzte Elternabend unter der Leitung von Angelika Staudt, die zusammen mit den Eltern die Notwendigkeit der Integration in den Verein herausstellte. Das Ergebnis war die Organisation und Durchführung der diesjährigen Juniorenweihnachtsfeier durch die, an den Elternabenden beteiligten, Eltern.

Den letzten Teil unseres Projektes, die Weiterbildung unserer Jugendtrainer und Betreuer, fand im ersten Schritt im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung statt. Hier wurde insbesondere die Wichtigkeit eines „neutralen Verhaltens“ herausgestellt. Gemeinsam wurden Perspektivenwechsel und Denkanstöße erarbeitet, die ihre Vorteile im Umgang mit unseren Kindern und Jugendlichen veranschaulichten.

Ich wünsche mir, dass jeder einzelne von diesem Projekt profitiert und wir als Verein Phönix02 einen kleinen Beitrag für einen respektvolleren Umgang auf und neben dem Fußballplatz leisten konnten und in den nächsten Jahren weiter leisten werden. Die Bedeutung dieses Projektes zeigt sich nicht nur in der Aufmerksamkeit des Fußballkreises Mannheim und der hiesigen Stadt- und Bezirksbeiräte. Dieses Projekt erfährt Anerkennung bis über die Grenzen Mannheims hinaus, nämlich dadurch, dass der sportpolitische Sprecher des Bundestages der SPD, Martin Gerster, und der Bundestagsabgeordnete Stefan Rebmann (SPD) im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Sportkreises Mannheim mehr über dieses Thema wissen wollten. Sie brachten ihre Anerkennung für ein solches Engagement des MFC Phönix 02 deutlich zum Ausdruck und wünschten sich ähnliche Beteiligung anderer Sportvereine.